Skip to main content

Sandelholzöl

Sandelholz – der Name allein klingt schon nach Palmen, Tropen, exotischen Pflanzen und wunderbaren Aromen. „Oleum santali“, so heißt das Sandelholzöl mit botanischem Namen und „Essence de santal“ nennen es die Franzosen. Sandelholzöl ist dabei überhaupt kein spezifisches Öl, sondern ein Sammelbegriff für ganz unterschiedliche ätherische Öle. Je nachdem, welche Pflanze für die Gewinnung des Öls verwendet wird, gibt es außerdem noch eine genaue Bezeichnung der unterschiedlichen Öle. Geht es um Sandelholz, gibt es eine Menge Unterarten und jedes ätherische Öl dieser Unterarten nennt sich Sandelholzöl. Das EINE Sandelholzöl gibt es also nicht, es gibt jedoch ätherische Öle, die verführerisch duften und in den Tropen zu Hause sind.

Ein Öl und viele Herkunftsländer

[amazon bestseller=”Sandelholzöl” filterby=”title” filter=”” filter_type=”exclude” items=”3″ description_items=”1″ style=”standard” ribbon=”none” grid=”3″]
In Deutschland ist vor allem das Sandelholzöl aus Ostindien bekannt. Es stammt aus dem weißen Holz des Sandelholzbaumes, der in der Sprache der Botaniker „Santalum album“ heißt. Handelt es sich hingegen um westindisches Sandelholz, dann ist es streng genommen kein Sandelholzöl. Es stammt vielmehr aus dem Holz des Balsambaumes, denn die Botaniker „Amyris balsamifera“ nennen. Dieser Baum wächst nicht in Indien, sondern in der Karibik. Wem das noch nicht kompliziert genug ist, es gibt noch eine weitere Unterart, und zwar das australische Sandelholzöl. Es stammt von einer nur in Australien vorkommenden Sandelholzart, die sich „Santalum apicatum“ nennt. Bekannt geworden ist Sandelholzöl als die „göttliche Essenz“, die bereits in der Vorgeschichte Indiens sowohl in der religiösen als auch in der spirituellen Tradition eine sehr große Rolle spielte.

Heute gilt der in Indien wachsende Sandelholzbaum als stark gefährdet. Der Besitz, wie auch der Handel, die Lagerung und die Weiterverarbeitung werden in Indien aus diesem Grund durch die Regierung sehr streng kontrolliert und geregelt. Dies macht das Holz wie auch das Sandelholzöl sehr teuer: Im Schnitt kostet ein Kilogramm Sandelholzöl 2000 US-Dollar. Nicht weiter verwunderlich ist deshalb, dass der wunderbare Duft von Sandelholzöl imitiert wird und zu den Holzdüften gehört, die besonders häufig gefälscht werden.

Wie wird Sandelholzöl hergestellt?

Sandelholzöl

das verführerisch duftende Öl aus den Tropen @ depositphotos.com / MadeleineSteinbach

Der Sandelholzbaum ist ein wild wachsender, immer grüner Baum, der die beachtliche Höhe von bis zu zehn Meter erreichen kann. Die Blätter sind nur zehn Zentimeter lang und die kleinen Blüten in Gelb oder Rot erinnern in ihrem Aussehen an Schmetterlinge. Je karger der Boden ist, auf dem der Sandelholzbaum steht, umso intensiver duftet sein Holz. Erst wenn der Sandelholzbaum mehr als 30 Jahre alt ist, kann aus dem Holz oder aus den Wurzeln das wertvolle Sandelholzöl hergestellt werden. Die Bäume dürfen allerdings nicht einfach so gefällt werden, sie werden vielmehr mitsamt der Wurzel aus der Erde gegraben. Das anschließend durch die Destillation mit Wasserdampf hergestellte Sandelholzöl hat eine zarte gelbe Farbe und duftet einzigartig gut.

Um die ätherischen Öle gewinnen zu können, ist die Dampfdestillation die beste Methode. Ganz unten in der sogenannten Dampfdestille befindet sich ein beheizter Wassertank, der fortwährend Dampf erzeugt. Dieser Dampf wird anschließend weiter in einen anderen Behälter geleitet, in dem sich noch andere Teile des Sandelholzbaums befinden. Durch den stetigen Wasserdampf wird das Sandelholzöl aus der Pflanze gelöst und mit dem noch warmen Dampf nach oben getragen. Im nächsten Schritt wird das Ölgemisch mit der Hilfe eines Rohrsystems abgeleitet, gut gekühlt und schließlich kondensiert. Zum Schluss muss nur noch der Ölfilm abgeschöpft werden und das Sandelholzöl ist fertig.

Wie wirkt Sandelholzöl?

Viele Menschen kennen Sandelholzöl nur als Zusatz in Seifen, Cremes oder Parfüms. Bevorzugt ist der Duft von Sandelholzöl in Herrendüften zu finden, vielfach sogar in der Kopfnote. Aber Sandelholzöl ist auch für die Gesundheit von Interesse.

Es hat viele gesunde Eigenschaften und wirkt aus diesem Grund:

  • erweiternd für die Bronchien
  • antibakteriell
  • herzstärkend
  • schmerzstillend ( hier soll auch CBD Öl helfen können )
  • krampflösend
  • gegen permanenten Juckreiz
  • entzündungshemmend
  • antiseptisch

Bei welchen Krankheiten kommt das tropische Öl zum Einsatz?

[amazon bestseller=”Sandelholzöl” filterby=”title” filter=”” filter_type=”exclude” items=”6″ select=”4-6″ description_items=”1″ style=”standard” ribbon=”none” grid=”3″]
Es gibt zahlreiche Krankheiten, die sich mit Sandelholzöl behandeln lassen. Für Haut, die zur Schuppenbildung oder zu Ekzemen neigt, ist Sandelholzöl eine gute Sache. Das Öl hilft bei Muskelkrämpfen und Hämorrhoiden, bei Bronchitis und bei Akne, einer Entzündung der Blase und bei Krampfadern. Sandelholzöl kann den Hustenreiz stillen und den Blutdruck senken, es beruhigt und entspannt, sorgt für Harmonie und nimmt die Angst. Die „göttliche Essenz“, wie die Menschen in Indien das Sandelholz heute noch nennen, wirkt jedoch nicht nur im Körper, sondern ist außerdem ein Mittel für den gesunden Geist. In Indien ist Sandelholzöl ein bewährtes Mittel gegen Depressionen und bei einer psychisch bedingten Impotenz. Es soll sogar Psychosen heilen können und wird als Mittel gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Wer im Stress ist und unter diesem Stress leidet, kann ihn angeblich mit Sandelholzöl deutlich reduzieren.

Studien oder wissenschaftliche Tests gibt es bisher leider nicht. In Indien ist Sandelholzöl eine Art Volksmedizin und seit vielen Tausend Jahren bekannt. Die Menschen geben die Rezepte, wie man bei welcher Krankheit das Öl einsetzen soll, von einer Generation zur nächsten weiter. Überall auf dem Subkontinent ist Sandelholzöl in ganz unterschiedlichen Formen zu finden. Es wird als Räucherstäbchen angeboten, ebenso wie als reines ätherisches Öl, in Form von Kosmetika und als Duftwasser.

Sandelholzöl – ein wunderbares Mittel für die Haut

Der einzige Krankheitskomplex, der im Zusammenhang mit dem Sandelholzöl wissenschaftlich genauer unter die Lupe genommen wurde, ist die Haut. Bei Akne ist das Öl für die Behandlung nachweislich sehr erfolgreich. Schon einige Tropfen reichen aus, um die betroffenen Hautstellen damit zu betupfen. Das Hautbild verbessert sich deutlich und in vielen Fällen heilt die Haut anschließend vollkommen ab. Diese positive Wirkung verdankt das Sandelholzöl seinen antibakteriellen und antiseptischen Eigenschaften. Sie verhindern das unkontrollierte Wachstum der für die Akne verantwortlichen Bakterien. Sehr wichtig bei Akne ist immer, dass die Haut wieder die Fähigkeit zurückbekommt, Wasser zu speichern. Haut, die unter Akne leidet, ist viel zu trocken, spröde und neigt zur Bildung von Schuppen. Sandelholzöl ist in der Lage, die Haut nicht nur zu heilen, sondern sie auch wieder gesund und prall aussehen zu lassen.

Ein anderes Problem ist zu fettige Haut. Das Öl aus dem Sandelholzbaum kann hier ebenfalls eine große Hilfe sein. Fettige Haut wird durch zu große Poren verursacht, das tropische Öl zieht die Poren jedoch wieder zusammen und die übermäßige Produktion an Talg ist unter Kontrolle. Das Hautbild erscheint matt und Unreinheiten, wie beispielsweise Mitessern oder Pickeln, wird effektiv vorgebeugt.

Sandelholz als Anti-Aging-Mittel

Natürliche Anti-Aging-Mittel gibt es viele. Im Gegensatz dazu bringt das Öl des exotischen Sandelholzbaums schon alle Voraussetzungen gegen die vorzeitige Hautalterung mit. Das duftende Öl ist ein wunderbarer Radikalfänger und schützt die empfindlichen Zellen mit viel Vitamin A, C und E. Diese Vitamine sichern die Zellwände und die freien Radikalen können die Zellen nicht mehr „erobern“. Das sorgt für ein jugendliches Hautbild, die Haut ist ausgeruht und rosig frisch. Seit vielen Jahren wird mit dem Öl aus den Sandelholzbaum, neben Ekzemen der unterschiedlichsten Art, sogar die unangenehme Bartflechte erfolgreich behandelt. Infizierte Wunden sind ein Fall für das tropische Öl, ebenso wie der Milchschorf bei kleinen Kindern und selbst Cellulitis lässt sich mit dem Duftöl wunderbar behandeln.

Sandelholz in der Aromatherapie

Von dem „göttlichen“ Öl profitiert nicht nur der Körper, auch die Seele fühlt sich angesprochen. Sie soll durch das Öl besänftigt werden und für Entspannung bei Erwachsenen und Kindern sorgen. Das macht Sandelholzöl für die Behandlung psychischer Erkrankungen interessant. Vielfach wird das Öl in der Aromatherapie eingesetzt, weil es die Bildung von Stresshormonen, den sogenannten Katecholaminen, effektiv senken kann. In der Folge kommen Nerven- und Kreislaufsystem wieder ins Gleichgewicht. Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte einige Tropfen des kostbaren Öls auf einen kleinen Lappen träufeln und diesen zwischen die Bettwäsche legen. Der Duft bleibt an den Bettbezügen haften und sorgt auf diese Weise dafür, dass Einschlafen kein Problem mehr ist.

Eine gute Idee ist das Öl aus dem Sandelholzbaum auch in der Duftlampe. Wichtig ist hier aber, nicht allzu großzügig mit dem Öl umzugehen, denn der Duft wird sonst zu stark und wirkt aufdringlich. Sandelholz soll eine aphrodisierende Wirkung haben und die gleichen Duftstoffe enthalten, wie der Achselschweiß bei Männern. Das Öl imitiert menschliche Intimgerüche und versendet auf diese Weise erotische Signale. Nicht umsonst wird das Öl auch der „tantrische Liebesduft“ genannt und spielt im Kamasutra eine wichtige Rolle.

Das Öl und die Verwendung in der Kosmetik

In der Kosmetik hat das Sandelholz schon sehr lange einen festen Platz. Da das ätherische Öl extrem langsam verdunstet, ist es ideal als Bestandteil von Damen- und vor allem Herrenparfüms. In keinem Duft, der als orientalischer Duft angepriesen wird, darf Sandelholzöl fehlen. War der Duft in früheren Zeiten nur den Herren vorbehalten, so tragen ihn heute auch gerne Frauen, die süße und schwere Düfte bevorzugen. Unverzichtbar ist das exotische Öl zudem, wenn es um Massageöle geht.

Es kommt nicht nur für die klassische Rückenmassage infrage, sondern genauso für eine entkrampfende und entspannende Massage des Bauches. Wer mit dem Öl massiert wird, spürt sehr schnell ein warmes und wohliges Gefühl sowie eine innere Ruhe. Mittlerweile darf Sandelholz in Form von Öl weder in Cremes, noch in Shampoos, Haarspülungen, Tinkturen oder Salben fehlen. Sandelholz ist immer ein Gewinn, denn der Duft ist betörend und seine Wirkung vor allen Dingen für die Seele ausgesprochen wohltuend.

Ist Sandelholz auch ein Antiseptikum?

Wie bereits erwähnt, ist das Öl aus dem Sandelholzbaum eine Wohltat für die Haut. Das gilt jedoch nicht nur als Anti-Aging Mittel, sondern auch im Zusammenhang mit der Behandlung von Wunden. Sandelholz hat eine antiseptische Wirkung und das heißt: Als Heilpflanze kann das Sandelholz eine oftmals lebensgefährliche Blutvergiftung verhindern. Es ist auf jeden Fall eine gute Idee, infizierte oder entzündete Hautstellen mit dem Öl aus dem tropischen Baum zu behandeln. Die Inhaltsstoffe im Sandelholz sind in der Lage, das Wachstum von Bakterien und Pilzen zu hemmen, gleichzeitig schützen sie die durch die Verletzung geschwächten Bereiche der Haut. Das Öl sorgt für ein positives Hautklima, es spendet der Haut die Feuchtigkeit, die so dringend benötigt wird und die Wunde kann schneller heilen. Wenn die Haut aufgrund einer Verletzung juckt, kann das Öl aus dem Sandelholzbaum ebenso helfen und den unangenehmen Juckreiz stillen.

Für wen ist das Öl nicht geeignet?

[amazon bestseller=”Sandelholzöl” filterby=”title” filter=”” filter_type=”exclude” items=”9″ select=”7-9″ description_items=”1″ style=”standard” ribbon=”none” grid=”3″]
Obwohl das Öl aus Sandelholz eigentlich gut verträglich ist, so sollten doch schwangere und stillende Frauen sowie Kinder davon absehen, mit dem Öl näher in Berührung zu kommen. Auch Menschen, die Probleme mit dem Herzen, der Leber oder mit den Nieren haben, sollten die Finger vom tropischen Öl lassen. Wer seine Haut mit dem Öl behandeln oder pflegen möchte, sollte zunächst nur einige Tropfen auf die Haut träufeln und danach die Reaktion abwarten. Zeigt sich nach einigen Stunden keine Hautreaktion, dann besteht keine Gefahr, dass es eine Allergie gibt. Zeigt sich jedoch eine Rötung oder wirft die Haut sogar kleine Blasen, dann ist das eine allergische Reaktion. Sandelholz ist in diesem Fall leider keine Option mehr für die Haut. Allergien sind jedoch eher selten, normalerweise wird das exotische Öl gut vertragen.

Was ist beim Einkauf zu beachten?

Auf dem Markt sind mehrere Öle zu finden, und zwar in ganz unterschiedlichen Qualitätsklassen. Die beste Qualität bietet „Mysore sandalwood Oil“, das nur in zwei Destillerien hergestellt wird und entsprechend selten ist. „Agmark sandalwood Oil“ ist ein Markenöl, was fast nur für den Export bestimmt ist. Dieses teure Öl besteht zu mindestens 90 Prozent aus Santalolen. Dass bei der Herstellung die indischen Standards von 1952 eingehalten werden, wird durch eine Garantie bestätigt.

Branded Oil“ stammt ebenfalls aus Indien und wird in der Regel importiert. Die schlechteste Qualität ist mit Abstand das „unbranded Oil“, ein Öl, was zu keiner Marke gehört und vor allen Dingen in der indischen Kosmetik- und Parfümindustrie Verwendung findet. Nicht jedes Produkt, auf dem „Mysore sandalwood Oil“ bei der Inhaltsangabe steht, enthält auch tatsächlich dieses teure und kostbare Öl.

Fazit zum Sandelholzöl

Es gibt nur sehr wenig Sandelholz und das treibt natürlich den Preis in astronomische Höhen. Luxusparfüms, die von bekannten Designern stammen, enthalten meist die beste Qualität des Öls. Vielfach ist jedoch auch in teuren Düften Öl aus Zedernholz enthalten, was dem aus dem Sandelholz sehr ähnlich ist. Eine andere preiswerte Variante stammt aus der westlichen Karibik und ist in vielen Düften zu finden. Obwohl es ein Ersatzprodukt oder „nur“ ein „Branded Oil“ ist, es ist der herrliche Duft, der immer wieder überzeugen kann.

Top 10 Bestseller – Sandelholzöl

[amazon bestseller=”Sandelholzöl” filterby=”title” filter=”” filter_type=”exclude” items=”10″ description_items=”5″ style=”standard”]

Redaktion
Letzte Artikel von Redaktion (Alle anzeigen)
    Nach Oben